Weg auf schwimmenden Lärchenpfeilern

Das einzige Latschen-Hochmoor im Grazer Bergland. Der Einstieg zum Moorlehrpfad ist direkt neben dem Teichalmsee. Dies ist eines der letzten Latschenhochmoore in Österreich und mit der besonderen Tier- und Pflanzenwelt ein besonderes Naturschaupiel. Eine Aussichtsplattform und gemütliche Bänke laden zum Verweilen und Natur genießen ein. Der Weg durch das alte Moor ist bereits für Kleinkinder einfach zu beschreiten, da keine Steigungen bewältigt werden müssen. Der gut ausgebaute Weg ist auch mit dem Kinderwagen befahrbar.

Der Moorlehrpfad ist gratis zu begehen.
Hinweis: Der Moorwanderweg Teichalm ist im Winter wegen Vereisungen gesperrt.

Der Rundweg

Der Verlauf des Moorlehrpfades ist aus dem Orientierungsplan hier am Standort PUNKT 1 ersichtlich. Ein Stück weiter kommt man zu PUNKT 2, der auf einer erhöhten Plattform einen besonders schönen Blick auf das Latschenhochmoor und den Teichalmsee mit Hochlantsch gestattet. Hier vermittelt eine Informationstafel alles Wissenswerte über die Moorentstehung. Nun wandert man den Mixnitzbach entlang und findet bei PUNKT 3 über eine Brücke den Eintritt in einen naturbelassenen Erlenbruchwald. Nach dessen Überquerung erreicht man PUNKT 4. Diese Raststätte soll der Ruhe und Meditation dienen. Der überdachte Rundbau bietet den Ausblick auf eine Moorwiese, auf der die seltene Art des Moor-Enzians und das Wollgras vorkommt. Der weitere Weg führt durch einen anmoorigen Fichtenwald PUNKT 5 zu einem Rastplatz PUNKT 6, den man dann über eine Brücke in Richtung Teichalmsee verlassen kann. Damit ist der Rundgang durch das Moor beendet. Die zahlreichen Informationen längs der Wegstrecke sind in diesem Führer zusammengefasst, der in der Latschenhütte bzw. auf dem Gemeindeamt Fladnitz und im Almenlandbüro erhältlich ist.

Flora

Das Latschenmoor ist ein Hochmoor. Die Torfmoospolster bilden meist hügelige Bulte. Diese sind voneinander durch Senken (Schlenken) getrennt. Hochmoore bewohnende Pflanzen sind Spezialisten, die mit dem nassen, sauren Moorboden und seiner Nährstoffarmut fertig werden. Dazu gehört etwa das Scheiden-Wollgras mit weißschopfigen Fruchtständen. Manche Pflanzen, wie zB der Sonnentau, haben Insektenfallen entwickelt, um auf diese Weise ihren Stickstoffbedarf zu decken. Wird das Moor durch Überdüngung oder Entwässerung gestört, so verlieren die Spezialisten ihre Konkurrenzvorteile und werden durch Allerwelts-Arten verdrängt. Die Grauerlenau längs des Mixnitzbaches ist reich an Unterwuchs-Arten wie Pestwurz, Sumpf-Dotterblume, Hoher Schlüsselblume, Buschwindröschen, Mädesüß und Rossminze. Im Anschluss an den Au- und Moorwaldbereich erstrecken sich Niedermoorflächen. Hier dominieren Sauergräser. Es haben aber auch viele bunt blühende Pflanzen da ihren Lebensraum zB der Frühlingsenzian, das blassviolette Sumpfveilchen, die Kuckucks-Lichtnelke, das purpurne Breitblatt-Fingerknabenkraut und als Besonderheit der bläulich blühende Moorenzian.

Fauna

Es sind die extremen Verhältnisse wie hoher Vernässungsgrad, Kalk- und Nährstoffarmut sowie die Verarmung der Pflanzenvielfalt, die es nur wenigen "Spezialisten" erlauben, die Moorflächen dauerhaft zu besiedeln. Eigentlich handelt es sich dabei meist um Vertreter der Insekten oder Spinnentiere, also um kleine bis winzige Formen. Sie bekommen wir bei einer Moorwanderung praktisch nie zu Gesicht. Die Artenvielfalt nimmt nach außen hin, entlang der Bäche und Rinnsale, aber rasch zu. Hier kommen Tierarten vor, die nur gelegentlich im Moor selbst anzutreffen sind. Auffällig ist der hübsche Perlmuttfalter. Namensgebend ist die perlmuttähnliche Färbung der Flügelunterseiten. Im Frühjahr sind in den vielen Pfützen und Lakken besonders viele Kaulquappen zu beobachten. Es handelt sich meist um den Grasfrosch, der mit Vorliebe schattige und wassernahe Lebensräume besiedelt. In größeren Wasseransammlungen entwickeln sich auch Larven der Gemeinen Heidelibelle. Sie brauchen dazu meist zwei ganze Jahre, während das erwachsene Insekt maximal 4 Wochen zu beobachten ist.

Almenlandbüro

8163 Fladnitz 100
Telefon: 0043 (0)3179 / 23 000-24
E-Mail: fladnitz (at) almenland. at
Web: www.almenland.at

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