Weg auf schwimmenden Lärchenpfeilern

ACHTUNG:

Das Teichalm-Moor ist auf Grund von Steig-Sanierungsarbeiten noch geschlossen, wird aber ab 30. Mai 2020 wieder begehbar sein.

Das Teichalm-Moor ist das einzige Latschen-Hochmoor im Grazer Bergland. Es ist eines der letzten Latschenhochmoore in Österreich mit einer besonderen Tier- und Pflanzenwelt.

Der Moorlehrpfad ist gratis zu begehen, eine Aussichtsplattform und gemütliche Bänke laden zum Verweilen ein. Der Pfad führt über Lärchenplanken, Tafeln informieren über die Besonderheiten dieses Naturjuwels. Der Einstieg ist zwischen Teichalmsee und der Latschenhütte.

Der Rundweg dauert ungefähr 30 Minuten und ist auch mit dem Rollstuhl oder dem Kinderbuggy befahrbar! Im Winter ist der Weg wegen Vereisung gesperrt!

Wanderung mit Moorlehrpfad:

Teichalm-Runde mit Hochmoor

Der Rundweg

PUNKT 1: Start ist beim Teichalmsee neben der Latschenhütte.

PUNKT 2: Geht man ein Stück weiter, kommt man zu einer erhöhten Plattform. Hier erhält man einen besonders schönen Blick auf das Latschenhochmoor und den Teichalmsee. Informationstafeln bieten viel Wissenswertes über die Moorentstehung.

PUNKT 3: Wandert man den Mixnitzbach entlang findet man bei diesem Punkt den Eintritt zu dem naturbelassenen Erlenbuchwald.

PUNKT 4: Nach der Überquerung von Punkt 3 gelangt man zu einer Raststätte. Diese soll der Ruhe und Meditation dienen. Der überdachte Rundbau bietet den Ausblick auf eine Moorwiese, auf der die seltene Art des Moor-Enzians und das Wollgras vorkommt.

PUNKT 5: Hier führt der Weg weiter durch einen anmoorigen Fichtenwald zu einem Rastplatz (6).

PUNKT 6: Den Platz kann man über eine Brücke in Richtung Teichalmsee verlassen. Damit ist der Rundgang durch das Moor beendet.

Die zahlreichen Informationen längs der Wegstrecke sind in diesem Führer zusammengefasst, der in der Latschenhütte bzw. auf dem Gemeindeamt Fladnitz und im Almenlandbüro erhältlich ist.

Flora

Das Latschenmoor ist ein Hochmoor. Die Torfmoospolster bilden meist hügelige Bulte. Diese sind voneinander durch Senken (Schlenken) getrennt. Hochmoore bewohnende Pflanzen sind Spezialisten, die mit dem nassen, sauren Moorboden und seiner Nährstoffarmut fertig werden. Dazu gehört etwa das Scheiden-Wollgras mit weißschopfigen Fruchtständen.

Manche Pflanzen, wie zB der Sonnentau, haben Insektenfallen entwickelt, um auf diese Weise ihren Stickstoffbedarf zu decken. Wird das Moor durch Überdüngung oder Entwässerung gestört, so verlieren die Spezialisten ihre Konkurrenzvorteile und werden durch Allerwelts-Arten verdrängt. Die Grauerlenau längs des Mixnitzbaches ist reich an Unterwuchs-Arten wie Pestwurz, Sumpf-Dotterblume, Hoher Schlüsselblume, Buschwindröschen, Mädesüß und Rossminze.

Im Anschluss an den Au- und Moorwaldbereich erstrecken sich Niedermoorflächen. Hier dominieren Sauergräser. Es haben aber auch viele bunt blühende Pflanzen da ihren Lebensraum zB der Frühlingsenzian, das blassviolette Sumpfveilchen, die Kuckucks-Lichtnelke, das purpurne Breitblatt-Fingerknabenkraut und als Besonderheit der bläulich blühende Moorenzian.

Fauna

Es sind die extremen Verhältnisse wie hoher Vernässungsgrad, Kalk- und Nährstoffarmut sowie die Verarmung der Pflanzenvielfalt, die es nur wenigen "Spezialisten" erlauben, die Moorflächen dauerhaft zu besiedeln. Eigentlich handelt es sich dabei meist um Vertreter der Insekten oder Spinnentiere, also um kleine bis winzige Formen. Sie bekommen wir bei einer Moorwanderung praktisch nie zu Gesicht.

Die Artenvielfalt nimmt nach außen hin, entlang der Bäche und Rinnsale, aber rasch zu. Hier kommen Tierarten vor, die nur gelegentlich im Moor selbst anzutreffen sind. Auffällig ist der hübsche Perlmuttfalter. Namensgebend ist die perlmuttähnliche Färbung der Flügelunterseiten. Im Frühjahr sind in den vielen Pfützen und Lakken besonders viele Kaulquappen zu beobachten. Es handelt sich meist um den Grasfrosch, der mit Vorliebe schattige und wassernahe Lebensräume besiedelt.

In größeren Wasseransammlungen entwickeln sich auch Larven der Gemeinen Heidelibelle. Sie brauchen dazu meist zwei ganze Jahre, während das erwachsene Insekt maximal 4 Wochen zu beobachten ist.

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Fladnitz 100
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Web: www.almenland.at

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