Aufladung Biodiversität

Die sieben Naturparke der Steiermark Almenland, Mürzer Oberland, Pöllauer Tal, Sölktäler, Steirische Eisenwurzen, Südsteiermark, Zirbitzkogel‐Grebenzen arbeiten als „Naturparke Steiermark“ seit mehr als zehn Jahren erfolgreich zusammen.

In den Jahren 2016 - 2020 legen sie den Fokus ihrer Arbeit auf die Themen „Naturschutz & Biodiversität“. Das Naturparke-Handlungsfeld „Naturschutz“ wurde daher als Basis für die drei  Handlungsbereiche Bildung, Regionalentwicklung und Erholung definiert.
 

Projektstrategie Steirische Naturparke

Die steirischen Naturparke verfügen über ein österreichweit einzigartiges Netzwerk gut funktionierender Botschaftergruppen:

  • 7 Naturpark-Managements
  • 85 Naturpark-FührerInnen
  • 39 Naturparkschulen
  • 16 Naturpark-Kindergärten
  • 72 Naturpark-PartnerInnen
  • 22 landwirtschaftliche Betriebe (Agri-Cola)
  • 89 Naturpark-Spezialitäten-PartnerInnen
  • 33 Naturpark-Gemeinden
  • 8 Leader-Aktionsgemeinschaften
  • 5 Natura-2000-GebietsbetreuerInnen

Die Botschaftergruppen helfen gemeinsam mit den Naturparke-Managements die Artenvielfalt bei Pflanzen, Tieren und Lebensräumen zu sichern bzw. zu unterstützen.

Von der Theorie in die Praxis: Da jedoch die Arbeit in einem großen Netzwerk von Botschaftergruppen entsprechende Abstimmung braucht, wurde in einem "Vorprojekt" (08/2015 - 03/2016) die Erarbeitung und Spezifizierung der Projektinhalte und die organisatorische Planung des nun vorliegenden Umsetzungsprojektes „Aufladung Biodiversität“ durchgeführt. Naturparke Steiermark erstellte in diesem Vorprojekt einem anspruchsvollen Aufgabenkatalog für sieben Biodiversitäts-ExpertInnen (BiologInnen, ÖkologInnen), die den sieben Naturpark-Managements in einem fixen Dienstverhältnis (!) erstmals ab Juli 2016 fachlich zur Seite stehen.

Hauptziel des Umsetzungsprojektes ist die Implementierung der in der Biodiversitätsstrategie formulierten Ziele und Inhalte in die Arbeit mit den oben angeführten Botschaftergruppen. Dabei fungieren sieben BiodiversitätsexpertInnen hinsichtlich der Themen „Naturschutz & Biodiversität“ im Naturpark-Management als Anlaufstelle und Drehscheibe für die Bevölkerung. Sie tragen zu einer besseren Vernetzung der Botschaftergruppen bei, wirken unterstützend bei der Weiterentwicklung biodiverser Projekte und Produkte und fördern mit ihrem Fachwissen die inhaltliche Schärfung der Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Insgesamt geben sie in allen Naturpark-Bereichen Impulse zur Förderung der Artenvielfalt und begünstigen die Wahrnehmung für Biodiversität und deren Mehrwert.

Der sehr seltene Kreuz-Enzian braucht extensiv bewirtschaftete Wiesen und Weiden. Bei einer Intensivierung würde er sofort verschwinden. Mehr Ertrag oder doch lieber mehr Biodiversität?
 

 

Konkrete Maßnahmen (Auswahl):

  • 7 Biodiversitäts-ExpertInnen unterstützen die 7 Naturpark-Managements in der Umsetzung der Naturparkziele, der Prioritären Naturschutzziele des Landes Steiermark sowie der Österreichischen Biodiversitätsstrategie 2020+.
  • Sammlung von Biodiversitäts-Grundlagen: Schaffung einer soliden Datenbasis in Form einer online-Datenbank für Naturschutz- und Biodiversitätsprojekte in den Steirischen Naturparken in den letzten 30 Jahren.
  • Biodiversität & Tourismus: Betreuung der 72 Naturpark-Partner-Betriebe (zertifizierte Hotels, Pensionen, UaB-Betriebe) hinsichtlich Biodiversitätsthemen und Naturschutz: Umsetzung Ideenkatalog, Wettbewerb Naturpark-Partner des Jahres, Biodiversitäts-Betriebscheck, Aktionstag „Hoteliers betrieben ein gemeinsames Naturschutz-Projekt im Naturpark“.
  • Naturjuwele beleben: In jedem Naturpark werden 3 - 5 Naturerlebnisorte definiert, kartiert und naturschutzfachlich beschrieben (Steckbrief). Basis dafür sind bereits vorliegende Kriterien.
  • Upgrade & Produktion des Naturvermittlungsprogrammes „Natur wirkt!“: Das bereits sehr gut eingeführte Erlebnisprogramm wird stärker zum Transport der Inhalte des Naturschutzes und der Biodiversität genützt (zB. fachliche Beschreibung der Typuslandschaften).
  • Leuchtturmveranstaltungen in der Landeshauptstadt Graz-Herrengasse zu den Themen „Grünzeug von der Wiese“ (Frühjahr) und „Streuobst“ (Herbst).

Die Botschaftergruppen helfen gemeinsam mit den Naturparke-Managements die Artenvielfalt bei Pflanzen, Tieren und Lebensräumen zu sichern bzw. zu unterstützen. Foto: OIKOS

Organisation & Finanzierung:

Das Projekt wird zeitlich in 2 Phasen umgesetzt:
1. Phase: 03/2016 - 03/2018 mit einer Zwischenevaluierung im 4. Quartal 2017
2. Phase: 03/2018 - 03/2020

Projektträger und Gesamtprojektleitung: Naturparke Steiermark
Externe fachliche Begleitung: Mag. Alois Wilfling (OIKOS, Gleisdorf)
Projektkosten für die 1. Phase: € 784.000 Euro (ELER M7.6.1, EU/Land)

Resümee:

Dieses Projekt ist ein Meilenstein in der Naturpark-Entwicklung in der Steiermark. Die erstmalige Ausstattung aller sieben Naturparke mit ExpertInnen, die speziell für das Thema Biodiversität verantwortlich sind, führt zu einer personellen und inhaltlichen Aufladung der Naturparke und schafft hochwertige Arbeitsplätze. Die Naturparke entwickeln sich damit zu einem unverzichtbaren Partner bei der Umsetzung der Prioritären Naturschutzziele des Landes Steiermark.

-> Zusammenfassung und Zwischenbericht zur Aufladung Biodiversitaet 12/2016 als pdf

Stand: Jänner 2017

Naturparke Steiermark
Geschäftsführer Bernhard Stejskal

Stadlob 129
8812 Mariahof
Telefon: 0043 (0)664 / 832 13 37
E-Mail: naturparke (at) steiermark. com
Web: www.naturparke-steiermark.at

Unsere Biodiversitätsexpertin

Der Naturpark Almenland hat, wie alle Naturparke der Steiermark, den Naturschutz als Basis für die drei weiteren Handlunsgfelder Bildung, Regionalentwicklung und Erholung festgelegt.
Im Rahmen eines von 2016 bis 2020 laufenden EU-Projekts rücken die steirischen Naturparke daher den Fokus ihrer Arbeit verstärkt auf die Themengebiete Naturschutz und Biodiversität, d.h. die Vielfalt innerhalb der Arten, zwischen den Arten und die Vielalt der Ökosysteme. Zu diesem Zweck wurden den Naturpark-Managements erstmals BiodiversitätsexpertInnen als fachliche Unterstützung zur Seite gestellt.

Im Naturpark Almenland übernimmt diese Aufgabe seit August 2016 Judith Drapela-Dhiflaoui. Ihre Hauptaufgabe ist die Implementierung der in österreichischen Biodiversitätsstrategie formulierten Ziele in die Arbeit mit den Botschaftergruppe. Durch themenspezifische Beratung und Unterstützung, Mitarbeit bei Projekten, Infoveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit fungiert die Biodiversitätsexpertin als Anlaufstelle und Drehscheibe für die Themen Naturschutz & Biodiversität. Ziel aller Bestrebungen ist der Erhalt, die Förderung und das Sichtbarmachen der biologischen Vielfalt und deren Mehrwert.

Diese Stelle ist gefördert vom Amt der steirischen Landesregierung - Abteilung 13 Umwelt und Raumordnung.

Dr. Mag. Judith Drapela-Dhiflaoui
Biodiversitätsexpertin für den Naturpark Almenland

Telefon: 0043 (0)3179 / 23 000-29
Fax: 0043 (0)3179 / 23 000-20
E-Mail: judith.drapela-dhiflaoui (at) almenland.at

Biodiversitätsstragtegie 2020+

Immer drastischere Veränderungen unseres Klimas beeinflussen unsere Kulturlandschaft nachhaltig. Biodiversität zu erhalten und auch darüber entsprechend zu informieren bzw. bewusstseinsbildende Maßnahmen zu setzen, gehören in Zukunft zur Basisarbeit eines jeden Naturparks. Mit unserem Handeln kann jeder einzelne seine Zeichen für eine gesunde und nachhaltige Zukunft setzen. Biodiversität ist in allen Ebenen gefährdet: 

  • genetische Diversität (Tierrassen, Obstsorten …)
  • Artenvielfalt
  • Ökosystemdiversität (Lebensraumvielfalt)
  • Diversität der (Kultur‐)Landschaft (Naturparke!)
  • Funktionale Biodiversität: Vielfalt der ökologischen Beziehungen & Prozesse
     

Mit der österreichischen Biodiversitätsstrategie 2020 wurden Ziele und Maßnahmen festgelegt, die auf der Europäischen Biodiversitätsstratgie basieren:
 

6 Ziele und 20 Maßnahmen
(zur Eindämmung des Biodiversitätsverlustes und zur Verbesserung des Zustandes)

  • Ziel 1: Vollständige Umsetzung der Vogelschutz‐ und der FFH‐Richtlinie
  • Ziel 2: Erhaltung und Wiederherstellung von Ökosystemen und Ökosystemleistungen
  • Ziel 3: Erhöhung des Beitrags von Land‐ und Forstwirtschaft zur Erhaltung und Verbesserung der Biodiversität
  • Ziel 4: Sicherstellung der nachhaltigen Nutzung von Fischereiressourcen
  • Ziel 5: Bekämpfung invasiver gebietsfremder Arten
  • Ziel 6: Intensivierung der Maßnahmen zur Bewältigung der globalen Biodiversitätskrise

www.bmlfuw.gv.at/umwelt/natur-artenschutz/biologische_vielfalt/biodiversitaet.html

Naturnaher Waldbau

„Was ist Biodiversität im Wald und wie kann sie gefördert werden?“

Biodiversität ist die Mannigfaltigkeit des Lebens. Der naturnahe Waldbau sieht darin die Vorrausetzung für die Funktionalität und Produktivität von Waldökosystemen. Die Erhaltung der Biodiversität ist nicht ein abgehobener Selbstzweck, sondern ein Teil der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Im Vortrag wird erläutert, was unter Biodiversität im Wald zu verstehen ist  und wie diese durch einfache Maßnahmen oder Unterlassungen gefördert werden kann.

Zu diesem Thema haben DI Dr. Georg Frank vom Institut für Waldwachstum und Waldbau des Bundesforschungszentrums für Wald aus jahrelanger Forschung und Praxis und DI Heinz Lick vom Referent für Forst- und Umweltschutz über forstliche Förderungen in einem Fachvortrag in Hohenau an der Raab berichtet.

Vortrag Waldökologieprogramm Forstförderungen DI Heinz LICK (PDF 5,82 MB)

Vortrag_Naturpark Almenland Dipl.-Ing. Dr. Georg Frank (PDF 2,51 MB)

Neophyten

Was sind Neophyten?

Neophyten sind Pflanzen, die vom Menschen beabsichtigt (Zier- und Nutzpflanzen) oder unbeabsichtigt (verunreinigtes Saatgut, Waren, Verkehrsmittel) eingeführt werden.

Was ist das Problem?

Manche dieser Pflanzen verbreiten sich so stark, dass sie einheimische Arten verdrängen und sogar zum Verschwinden bringen können. Dies hat negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und auf das ökologische Gleichgewicht, es kommt beispielsweise zu Schwierigkeiten für Tiere, die auf spezielle Pflanzen angewiesen sind, oder zu gesundheitlichen Problemen für Menschen durch Allergien (Beifußblättrige Ambrosie) oder Hautreizungen bei Kontakt (Riesen Bärenklau). Durch verursachte Schäden in der Landwirtschaft werden Neophyten auch zum ökonomischen Problem.

Was soll getan werden?

Gemeinsam mit Berg- und Naturwacht, der Baubezirksleitung Oststeiermark und dem Land Steiermark ist der Naturparkverein aktiv bei der Bekämpfung von Neophyten:

- Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung
- Bestandsaufnahme von Neophyten-Standorten im Naturpark
- Ausreißen oder Mahd in Zusammenarbeit mit den Gemeinden

Bei jeder Art von Bekämpfung ist Schutzkleidung zu tragen, außerdem sollte die Arbeit wenn möglich bei bedecktem Himmel durchgeführt werden. Bei all diesen Maßnahmen darf nicht vergessen werden, dass immer eine mehrjährige Pflege von Nöten ist, da ein großes Samenpotential im Boden schlummert.
Helfen Sie mit bei der Bekämpfung der invasiven Neophyten!

Nähere Infos zu Erkennung und Bekämpfung der betreffenden Pflanzen und wie Sie helfen können, erhalten Sie im Naturparkbüro oder unter www.verwaltung.steiermark.at

Naturpark verwurzeln

In den Österreichischen Naturparken finden sich unzählige Besonderheiten der heimischen Wildgehölzflora wie Pimpernüsse, Dirndlsträucher, Kleinpflaumen oder seltene Rosenarten. Sie stellen wichtige Lebensraumstrukturen und Nahrungsgrundlagen für viele Tierarten dar und stehen durch ihre oftmals jahrtausendealte Nutzungstradition eng mit der Kulturlandschaftswerdung und landschaftlichen Eigenart der Naturparke in Verbindung. Im Zuge der Initiative „Naturparke verwurzeln“ sollen in je einem Naturpark eines Bundeslandes ein bis zwei besonders charakteristische Gehölzarten pro Naturpark gemeinsam ausgewählt, Früchte von wildwachsenden Beständen dieser Arten besammelt, das Saatgut aufbereitet und die Nachkommen als Jungpflanzen herangezogen werden.

Nachdem die Pflanzen herangewachsen sind, sollen sie im Zuge von netten Aktionen nach dem Motto „hol dir ein Stück Naturpark in den Garten“ in den Gemeinden und Gärten der Naturparke verwurzelt werden. Damit wird eine lebendige Bindung der Bevölkerung zum Naturpark erreicht und ein Beitrag zur Erhaltung der regionalen Gehölzvielfalt mit und in den Naturparken geleistet.

Projektträger ist der Verband der Naturparke Österreich VNÖ. Die Projektbetreuung erfolgt durch Klaus Wanninger und sein Team vom Büro LACON – Landschaftsplanung und Consulting in enger Abstimmung mit dem Verein Regionale Gehölzvermehrung RGV.

Steckbrief Holzbirne (pdf 388KB)

Steckbrief Voglbeere (pdf 336KB)

Steckbrief Wacholder (pdf 389KB)

Naturvermittlung für Naturpark-Partner

„Wenn Vermieter & Gäste lustvoll ins Gras beißen…"

Transregionale Zusammenarbeit zur Bewusstseinsbildung und Angebotsentwicklung für zertifizierte Naturpark-PartnerInnen (Nächtigungsbetriebe) zum Thema Biodiversität im direkten naturräumlichen Betriebs-Umfeld in den sieben steirischen Naturparken Almenland, Steirische Eisenwurzen, Pöllauer Tal, Sölktäler, Mürzer Oberland, Südsteirisches Weinland und Zirbitzkogel–Grebenzen.


Ausgangslage:
Seit 2009 wurden in einem regionalen und steiermarkweiten Entwicklungsprozess rund 100 Hotels, Pensionen, Urlaub am Bauernhof-Betriebe und Privatzimmer-Vermieter zu Botschaftern der Naturpark-Philosophie qualifiziert.

Während jedoch anfangs der Focus dieser Gruppenarbeit vor allem im Bereich der Qualitätsentwicklung von Zimmerausstattung inkl. Frühstück, Naturpark-Kenntnisse und Marketing lag, zeigte sich immer stärker, dass eine enge Identifikation der Nächtigungsbetriebe mit ihrem direkten naturräumlichen Betriebsumfeld erforderlich ist. Nur so können sie als „Naturpark-BotschafterInnen“ auch entsprechende „Natur-Inhalte“ transportieren. Die Ausgangssituationen sind dabei sehr unterschiedlich.

Zielsetzungen und Inhalte:

 - Qualifizierung, Sensibilisierung und Erfahrungsaustausch zum Thema Schutz und Entwicklung von Biodiversität für die Angebotsgruppe der Naturpark-PartnerInnen, 7 Naturpark-Managements und NaturführerInnen durch externe ExpertInnen über das Instrument der Naturvermittlung.
 - Schaffung von Wertschöpfung durch Inwertsetzung der naturräumlichen Ressourcen im unmittelbaren Betriebsumfeld der Naturpark-PartnerInnen.


Folgende Themen stehen im Mittelpunkt des Projektes:

  • Integration von landschaftlichen & ökologischen Besonderheiten in die Vermietung
  • Produkte von „Streuobst- und Naturschutzwiesen“ / incl. Natura 2000 – brachliegende Ressourcen in Wert setzen
  • „Biodiversität“ als neues betriebliches Know-How - Biodiversität „in den Betrieb holen“
  • Naturvermittlung: Naturpark- Partner-Betriebe, Natur- und LandschaftsführerInnen & Naturpark-Managements bekommen neues Wissen & Fähigkeiten (Transaktionsnutzen)
  • Partnerschaft LandwirtInnen/VermieterInnen & Naturschutz: bewusstes Miteinander in einer Angebotsgruppe
  • Innovation, Diversifizierung & Sicherung von Arbeitsplätzen: Entwicklung neuer Angebote durch Diversifizierung des betrieblichen Angebotes und Generierung zusätzlicher Einkommensmöglichkeiten.

Konkrete Maßnahmen:

  • 1. Betriebsbesuch (Modul 1: Erhebung): Begehung/Erhebung am Betrieb/Naturumfeld (Naturpark-PartnerInnen, externer ExpertInnen (BiologIn, NaturvermittlerIn), Beiziehung NULF, NUP-Management), anschl. Nachbearbeitung und Datenerfassung (auf Basis erarbeiteter Projektstandards)

    Beschreibung des individuellen Naturraum-Potenzials (+ Fotodokumentation), Erstellung und Bereitstellung regionsspezifischer bzw. NUP-spezifisch aufbereiteter naturpädagogischer Grundlagen, Ausarbeitung von Umsetzungsmaßnahmen für die einzelnen Partnerbetriebe in Form eines Ideenkataloges (Beiziehung Marketing-ExpertIn)

     
  • 2. Betriebsbesuch (Modul 2: Ideenkatalog): Vorstellung des Ideenkataloges durch ExpertInnen, Beiziehung NULF, NUP-Management; erneute gezielte Begehung des Umfeldes & Einschulung der NULF; Aufzeigen des naturtouristischen Potentials; Erstellung "Bedarfsliste" für künftige Qualifizierung; Übergabe an den NULF; anschl. Nachbereitung Projektdatenbank /Arbeitsunterlagen/Textbausteine/ Endversion Ideenkatalog

    Begleitende Schulungen/Seminare/Workshops zu Themen wie Ökologische Landwirtschaft; Frühstück biodivers, Wetter, Pflanzen & Tiere im Hausumfeld; Heil- und Giftpflanzen; Kochen mit Wildgemüse; Streuobst; Naturvermittlung u.a.m

    Aufbereitung & Präsentation der Projektinhalte für Betriebsseiten, Naturparkseiten, www.steiermark.com/naturparke (gemeinsamer Auftritt aller Steirischer Naturpark-Partner) und www.naturparke-steiermark.at

    Beistellung Naturvermittlungs-Instrumentarium  für Naturpark-Partner-Betriebe (zB. Phänologischer Jahreslauf, Bestimmungsschlüssel, Literatur, Spiele)

Naturparke Steiermark
Geschäftsführer Bernhard Stejskal

Stadlob 129
8812 Mariahof
Telefon: 0043 (0)664 / 832 13 37
E-Mail: naturparke (at) steiermark. com
Web: www.naturparke-steiermark.at

Natura 2000 Gebiete im Naturpark Almenland

Natura 2000 ist ein EU-weites Netzwerk von mehr als 25.000 Schutzgebieten, das besonders gefährdete Tiere und Pflanzen sowie deren Lebensräume schützen und erhalten soll. 

Natura 2000 unterscheidet zwei Arten von Schutzgebieten:

  • die aufgrund der Vogelschutz-Richtlinie unmittelbar von den Mitgliedsstaaten ausgewiesenen Gebiete
  • sowie die von den Mitgliedsstaaten aufgrund der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie vorgeschlagenen und in einem dreistufigen Verfahren von der Gemeinschaft ausgewählten Gebiete 
     

Im Naturpark Almenland befinden sich zwei dieser Europaschutzgebiete (ESG):

  • ESG 9: Raabklamm
    Größe: 555,1 ha
    Bezirke des Natura 2000-Gebietes: Weiz
    Gemeinden des Natura 2000-Gebietes: Arzberg, Gutenberg, Mortantsch, Naas

    Die Raab ist der wohl am stärksten verbaute Fluss in Österreich. Über 20 Staustufen oder Sohlschwellen und ein mit Steinwürfen ausgestaltetes Bett mit einer Flußlaufverkürzung von ca. 40  auf nunmehr 95 steirischen Fluß-Kilometern, wurden zwischen 50er und 80er Jahren angelegt. Nur noch 14 % der österreichischen Raab fliesen frei und naturnah. Dazu gehört ein Teil der Raab im Bezirk Weiz, wo sie sich zwischen Schöcklkalken (ca. 350 Mio Jahre alt) und kristalinem Urgebirgsteilen hindurchzwängt und die Raabklamm bildet. In den zahlreichen Karst-Höhlen der Raabklamm finden Fledermäuse ausgezeichnete Winterquartiere vor.

    Die Berg- und Naturwacht Weiz unter Franz Schlögl kümmert sich um die Raabklamm und organisiert Führungen durch die Schlucht. Genaueres findet man unter http://www.raabklamm.at/.

  • ESG 13: Kirchkogel bei Pernegg
    Größe: 45,7 ha
    Bezirke des Natura 2000-Gebietes: Bruck – Mürzzuschlag
    Gemeinden des Natura 2000-Gebietes: Pernegg an der Mur

     

    Ein wertvolles Relikt in Pernegg an der Mur

    Der Kirchkogel selbst stellt eine große, von einem mächtigen Ampholitmantel überlagerte Serpentinmasse dar. Serpentin gilt neben Schwermetall, Dolomit und Salzböden als Prototyp eines ökologischen Extremstandortes. Die schütter bestockten Serpentinhänge sind als Reliktstandort ersten Ranges aufzufassen. Das Gebiet zeichnet sich durch Vegetationstypen aus, die sowohl für sich selbst als auch durch den Mosaikkomplex mit völlig gegensätzlichen Kontaktgesellschaften auf engem geografischen Raum (z.B. Schluchtwälder und bodensaure Hainsimsen-Buchenwälder) als einzigartig für Mitteleuropa anzusehen sind.

    Auf Serpentin …

    Speziell anzumerken sind hier auch die kiefernreichen Dauerwaldgesellschaften, der Serpentin-Alpenrosen-Föhrenwald sowie die felsigen Trockenrasenbestände in der Ausprägung vor Ort über Serpentin. Auf extrem steilen, flachgründigen Gneis-Amphibilit-Standorten finden wir die Buchenwälder mit den charakteristischen Arten Waldmeister und Hainsimse. Vereinzelt findet man in den Waldauflockerungen eine typische Felsspalten- und Trockenrasenflora.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Seit dem Jahr 2007 darf sich das Almenland offiziell Naturpark Almenland nennen. Dem Naturpark gehören 6 Gemeinden an.  Die Aufgaben des Naturparks Almenland sind: Schutz und Weiterentwicklung der Landschaft, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung.

Naturpark Almenland

8163 Fladnitz an der Teichalm 100
Telefon: 0043 (0)3179/23 000-28
Fax: 0043 (0)3179/23 000-20
E-Mail: naturpark (at) almenland. at
Web: www.almenland.at

X